Madeiras Wanderwege sind kein Geheimtipp mehr – besonders jetzt im Juni, wenn die Sommersaison startet. Versteh mich nicht falsch – die Klassiker wie 25 Fontes, Vereda da Ponta de São Lourenço und Balcões sind aus gutem Grund beliebt. Aber wenn du so bist wie ich und lieber mit etwas mehr Ruhe und Platz wanderst, ist es vielleicht Zeit, ein paar ruhigere – aber genauso schöne – Alternativen zu entdecken.
Hinweis: Diese Wanderung richtet sich an geübte Wanderer mit guter körperlicher Fitness und Erfahrung auf Berg- oder Levada-Wegen. Wenn du die Gegend nicht kennst oder unsicher bist, wird empfohlen, mit einem lokalen Guide zu gehen. Informiere dich vorab immer über den aktuellen Zustand des Weges und das Wetter – das Gelände und Klima auf Madeira können schnell wechseln.
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Dann legen wir mal los – dein neuer Lieblingswanderweg ist vielleicht nur ein paar Schritte vom Touristenpfad entfernt. Hier sind 3 versteckte Wanderungen auf Madeira, die du dir nicht entgehen lassen solltest:

1. Statt 25 Fontes → Probiere Lagoa do Vento über Levada do Alecrim
Neulich war ich zur falschen Zeit am falschen Ort – gegen späten Vormittag in Rabaçal. Ich war schockiert. Autos waren wirklich überall geparkt - manche kleinen Fiat Pandas hatten es irgendwie geschafft, sich offroad in winzige Lücken zu quetschen, die ich für physikalisch unmöglich hielt. Zum Glück war ich nicht auf dem Weg zu den 25 Fontes.
Stattdessen bin ich der Levada do Alecrim gefolgt und habe den Abzweig zum beeindruckenden Lagoa do Vento genommen. Nach nur wenigen Minuten war der Trubel vergessen – der Weg wurde ruhig, das einzige Geräusch war das Plätschern der Levada und ein paar Vögel im Wald.


Der Abstieg ins Tal zur Lagoa do Vento ist zwar steil, aber absolut lohnenswert. Wenn du mutig bist, wag ein erfrischendes Bad im eiskalten Wasser! Für den Rückweg folge dem Weg zur Casa do Rabaçal. Dort wirst du kurz wieder auf die Haupttouristen treffen – aber du kannst den geteerten Rückweg umgehen und eine schönere Route nehmen:
Hinter der Casa do Rabaçal führt ein Weg bergab (an den Toiletten vorbei). Statt rechts zu den 25 Fontes, geh links auf die kleinere Levada do Furado Velho. Irgendwann kommt ein Wegweiser zur E105 (Hauptstraße). Der Anstieg ist zwar steil mit vielen Stufen, aber die Aussicht und die Ruhe machen alles wett. Oben angekommen, sind es nur noch wenige Minuten bis zurück zum Parkplatz.

Details:
- Schwierigkeitsgrad: Mittel
- Länge: ca. 7 km hin- und zurück
- Dauer: 2.5 - 3.5 Stunden je nach Umwegen und Pausen
- Insider Tipp: Starte die Wanderung am Nachmittag, wenn die ersten Touristen schon wieder weg sind - das macht Parkplatzsuche und Wanderung deutlich entspannter.
2. Statt São Lourenço → Probiere Caniçal bis Boca do Risco
São Lourenço ist berühmt für seine trockene, dramatische Küstenlandschaft – aber auch bekannt für viel Sonne, wenig Schatten und zahlreiche Gruppenführungen. Wenn du ähnliche (vielleicht sogar schönere) Küstenblicke ohne den Massentourismus erleben willst, starte in Caniçal. Parke am Friedhof (Cemitério do Caniçal) und folge dem Pfad Richtung Boca do Risco.
Der Weg ist etwas abenteuerlicher, mit ständigen Auf- und Abstiegen über schmale Trampelpfade – aber die Aussicht ist der Wahnsinn! Am Boca do Risco Aussichtspunkt angekommen, gönn dir eine Pause mit Blick auf die dramatischen Klippen und das weite Meer. Du hast dann 2 Optionen. Nach Machico absteigen und über die Levada do Caniçal zurück, oder weiter entlang der bekannten Vereda do Larano bis nach Porto da Cruz. Von dort kannst du ein Taxi oder Bolt zurück nehmen.



Details:
- Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll (wenn du der Küste weiter folgst – teils schmale Pfade mit steilen Abhängen; nicht ideal bei Höhenangst)
- Länge: ca. 13 km Rundweg oder 11 km bis Porto da Cruz
- Dauer: 4-5 Stunden je nach Route
- Insider Tipp: Meide die Mittagshitze – starte früh oder am späten Nachmittag. Sonnenschutz und Wasser nicht vergessen!
3. Statt Balcões → Probiere PR10 Levada do Furado
Klar, Balcões ist beliebt – ein kurzer, leichter Weg mit tollem Aussichtspunkt. Aber wusstest du, dass der PR10 Levada do Furado eine viel längere, ruhigere und grünere Alternative ist – mit ähnlich spektakulären Ausblicken?
You’ll walk through the heart of the Laurissilva forest, following a wide levada path through tunnels of green and occasional openings with breathtaking valley views. It’s beginner-friendly and flat for the most part, so you can decide when to turn around depending on how you’re feeling. Avoid going after heavy rain as the path gets very slippery.
Folge der PR10, bis du an eine scharfe Nadelkurve mit Wassersystem kommst. Hier kannst du rechts auf die kleinere Levada do Poço do Bezerra abbiegen. Der Anstieg ist steil, aber traumhaft schön – wie aus einem Märchen. Oben auf der Chão das Feiteiras Hochebene hast du bei klarem Wetter Blick bis zum Pico do Arieiro. Von dort kannst du über alte Eselspfade zurück nach Ribeiro Frio.

Details:
- Schwierigkeitsgrad: Mittel
- Länge: Bis zu 11 km (einfache Strecke – du kannst früher umkehren)
- Dauer: 2-4 Stunden je nachdem wie weit du gehst
- Insider Tipp: Ich mache diese Wanderung am liebsten nachmittags. Danach ins Abrigo do Poiso für ein deftiges lokales Essen – und zum Abschluss den Sonnenuntergang auf dem Pico do Arieirogenießen. Perfekter Tag auf Madeira!


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