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Levada dos Cedros: Geheimtipp-Wanderung durch Madeiras Fanalwald

Wenn du bisher nur die beliebten Instagram‑Hotspots im Fanalwald erkundet hast, verpasst du einen echten Geheimtipp auf Madeira – PR 14, die Levada dos Cedros. Der Wanderweg wurde erst Ende Juli nach monatelanger Sperrung wiedereröffnet und bietet eine wunderbar ruhige Alternative zum Trubel. Mein erster Eindruck: friedlich, sattgrün und ein bisschen wild – im allerbesten Sinne.

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Hinweis: Diese Wanderung richtet sich an geübte Wanderer mit guter körperlicher Fitness und Erfahrung auf Berg- oder Levada-Wegen. Wenn du die Gegend nicht kennst oder unsicher bist, wird empfohlen, mit einem lokalen Guide zu gehen. Informiere dich vorab immer über den aktuellen Zustand des Weges und das Wetter – das Gelände und Klima auf Madeira können schnell wechseln.

Überblick

Der Weg führt durch den UNESCO‑geschützten Laurisilva‑Wald, entlang einer Levada, und endet an einem wunderschönen Wasserfall – der perfekte Abschluss nach einer meist matschigen und nebligen Wanderung. Der offizielle PR‑Weg ist eine Einbahnstrecke, lässt sich aber super als Rundwanderung durch das Fanalgebiet erweitern.

  • Distanz: 7,2 km einfach, 12 km Rundweg über Fanal
  • Höhenmeter: 250 m einfach, 400 m Rundweg
  • Dauer: 3 Stunden, 4,5 Stunden Rundweg
  • Schwierigkeit: Mittel (rutschige Pfade, steile Abschnitte)

Was du vorab wissen solltest:

  • Verkehr im Fanalgebiet: Der Parkplatz füllt sich ab ca. 10:30 Uhr, und Reisebusse kommen an. Früh da sein lohnt sich!
  • Nasses Gelände: Der Wald ist fast immer feucht und neblig – gutes Schuhwerk und wasserfeste Kleidung sind Pflicht.
  • Treppen-Challenge: Eine steile Treppe verbindet das Levada-Ende zurück zum Fanal. Je nach Laufrichtung gehst du sie hoch oder runter.

Zwei Rundweg-Varianten im Fanal Wald

Gegenuhrzeigersinn („Stairway of Hell“)

Starte am Hauptparkplatz im Fanalgebiet und folge der Straße hinunter zum unteren Startpunkt des PR 14. Wer lieber nicht direkt an der Straße läuft, findet parallel auch schmale Waldpfade. Du wirst die Straße ein paar Mal kreuzen, bevor du den Einstieg erreichst. Jetzt kommt mein Lieblingsteil: der Levadaspaziergang. Ganz gemütlich am Wasserlauf entlang, durch moosige Pfade – mit einem kurzen Abstecher über eine Treppe zu einem spektakulären Talblick. Am Ende wartet ein schöner Wasserfall mit Flussbett. Wer sich sicher fühlt, kann über die Felsen näher an den Wasserfall heranklettern.

Danach beginnt der anstrengende Teil: der „Stairway of Hell“ – etwa 1 km steil bergauf über gefühlt unendliche Stufen. Aber hey, oben angekommen ist es nur noch ein kurzer Spaziergang zurück zum Parkplatz. Ich persönlich liebe diese Variante – das Workout ist befriedigend und meine Knie danken es mir.

Uhrzeigersinn („Stairway of Pain“)

Hier empfehle ich, am unteren Startpunkt zu beginnen. Du wanderst über Straße/Waldpfade zum oberen Einstieg des PR 14 im Fanalgebiet. Dort wartet dann die lange Treppe bergab – nicht ideal für empfindliche Knie. Als Belohnung erwartet dich unten ein malerischer Wasserfall. Danach geht’s meist eben am Levada zurück zum Auto. Weniger anstrengend für die Kondition, aber definitiv härter für die Knie.

Mir persönlich gefällt die gegenläufige Richtung besser. Die Treppe hochzusteigen ist anstrengend, aber gelenkschonender – und fühlt sich wie ein sportlicher Erfolg an. Der Nebelwald rund um die Levada ist einfach magisch: saftig grün, oft neblig und wunderbar ruhig. Viele Besucher bleiben im Hauptteil des Fanals – dabei wartet gleich dahinter ein fast menschenleeres Naturparadies. Früh starten lohnt sich!

Wenn du mehr solcher Abenteuer auf Madeira planst, hol dir meinen Ultimate Madeira Reiseführer mit detaillierten Wanderungen, Tipps und Routen.

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