Madeira ist nicht unbedingt als klassische Stranddestination bekannt. Die meisten kommen wegen der Wanderungen, der Berge und Wasserfälle. Aber wenn man etwas länger auf der Insel ist, merkt man schnell: Madeira hat etwas ganz Besonderes zu bieten – schwarze Sandstrände.
Und ehrlich gesagt vergesse ich das selbst manchmal. Ich bin meistens irgendwo in den Bergen unterwegs. Aber heute ist einer dieser perfekten Tage Anfang April, an denen man einfach an den Strand muss. Also Laptop eingepackt, losgefahren, Sangria bestellt… und jetzt sitze ich hier in einer Strandbar und schreibe diesen Blogpost. Und nein, ich bin nicht am Seixal Beach.
Wenn du Madeira recherchierst, bist du definitiv schon über diesen Strand gestolpert. Er ist überall. Deshalb fangen wir genau dort an.
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Lohnt sich der Seixal Strand?
Kurz gesagt: ja… aber mit Einschränkungen.
Für mich persönlich ist der Strand etwas enttäuschend und gleichzeitig total überhyped. Schön ist er auf jeden Fall, aber nicht ganz das, was viele erwarten.
Wo liegt er?
An der Nordküste, etwa 45 Minuten von Funchal entfernt. Die Fahrt ist unkompliziert, viel über Schnellstraßen und Tunnel. Nur im Ort selbst werden die Straßen etwas enger.
Wo parken?
Das ist das größte Problem. Seixal ist ein kleines Dorf und nicht auf die vielen Besucher ausgelegt. Es gibt keine großen Parkplätze und die Straßen sind schmal. Es wurde zwar etwas verbessert, aber im Sommer solltest du früh da sein oder einen längeren Fußweg einplanen.
Wann ist die beste Zeit?
Am besten morgens. Nachmittags verschwindet die Sonne hinter den hohen Klippen und der Strand liegt komplett im Schatten. Außerdem spielt die Tide eine große Rolle. Bei Flut wird der ohnehin kleine Strand noch kleiner.
Warum ist er so beliebt?
Die Bilder sind einfach beeindruckend. Schwarzer Sand, grüne Klippen, Wasserfälle im Hintergrund. Und ja, das ist auch in echt schön. Aber was man oft nicht sieht: wie klein der Strand ist und der große Betonblock vom Hafen, der die Atmosphäre etwas zerstört.
Also ja, anschauen lohnt sich. Aber erwarte kein verstecktes Paradies.




Alternative: Prainha do Canical
Jetzt zu meinem persönlichen Favoriten.
Wenn du einen entspannten schwarzen Sandstrand suchst, dann fahr zur Prainha do Caniçal im Osten der Insel.
Wo liegt er?
Nahe Ponta de São Lourenço, etwa 30 Minuten von Funchal entfernt. Viele fahren einfach vorbei auf dem Weg zur PR8 Wanderung.
Wo parken?
Sehr entspannt. Es gibt einen kostenlosen Parkplatz direkt oben.
Wann ist die beste Zeit?
Der Strand hat den ganzen Tag Sonne, was ein großer Vorteil ist. Auch hier lohnt sich ein Blick auf die Gezeiten. Am Wochenende kann es voller werden, da auch viele Einheimische kommen.
Warum ich ihn liebe
Für mich ist das der perfekte Strand auf Madeira.
Leicht erreichbar, gutes Parken, klares Wasser und feiner Sand ohne Steine. Perfekt zum Schwimmen.
Es gibt auch eine kleine Strandbar mit Toiletten. Genau hier sitze ich gerade, trinke meine Sangria und frage mich, warum ich das nicht öfter mache.
Die Kulisse ist weniger dramatisch als in Seixal, aber dafür fühlt es sich echter an. Weniger Instagram, mehr echtes Erlebnis. Der einzige Nachteil: viele Treppen. Runter geht’s schnell, hoch ist etwas anstrengender. Aber es lohnt sich.





Also was passt besser zu dir?
Seixal für die Aussicht.
Prainha für das Erlebnis.
Ich werde jetzt meinen Drink austrinken, kurz ins 18 Grad kalte Wasser springen und diesen perfekten Apriltag genießen.
Wenn du mehr solcher Orte entdecken willst, schau dir meinen Ultimate Madeira Travel Guide an.
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