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So planst du deine Madeira Reiseroute (ohne dich komplett zu überfordern)

Ich bin gerade für zwei Wochen in den USA unterwegs und ehrlich gesagt hat mir diese Reise erst richtig gezeigt, wie angenehm es eigentlich für mich ist, eine Madeira Reise zu planen. Vor der Reise habe ich stundenlang Orte recherchiert, Spots gespeichert, Routen organisiert und dachte eigentlich, ich hätte alles relativ gut geplant. Trotzdem verbringen wir gefühlt einen Großteil des Tages im Auto, ändern spontan unsere Pläne oder lassen Orte aus, für die ich vorher ewig recherchiert habe.

Und ja, das gehört bei Roadtrips in größeren Ländern wahrscheinlich einfach dazu. Trotzdem hat mich die Reise daran erinnert, wie schwierig es eigentlich ist, eine gute Reiseroute zu planen, ohne sich schon vor dem Urlaub komplett zu stressen. Das Lustige ist: Madeira zu planen fühlt sich für mich mittlerweile total einfach an, weil ich die Insel inzwischen so gut kenne. Ich weiß, welche Orte sich gut kombinieren lassen, welche Fahrten länger dauern als gedacht und wo es sich lohnt, einfach mal langsamer zu machen. Deshalb wollte ich heute die wichtigsten Tipps sammeln, die euch helfen können, eure Madeira Reise entspannter zu planen und einige typische Fehler zu vermeiden.

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Wählt eure Unterkunft mit Bedacht

Wo ihr auf Madeira übernachtet, hat einen riesigen Einfluss darauf, wie viel Zeit ihr später im Auto verbringt.

Wenn euch eine zentrale Lage wichtig ist, ist Funchal definitiv die praktischste Wahl. Von dort aus kommt man relativ einfach in alle Richtungen der Insel und hat gleichzeitig die größte Auswahl an Restaurants und Unterkünften.

Wenn ihr lieber Strandtage und mehr Sonne möchtet, eignen sich Ponta do Sol oder Calheta an der Südküste besonders gut. Dort ist das Wetter oft stabiler und die Atmosphäre etwas ruhiger.

Für ein naturverbundenes und abgelegeneres Erlebnis ist die Nordküste wunderschön. Orte wie São Vicente oder Santana sind deutlich grüner und ruhiger. Im Winter kann es dort allerdings oft kühl, regnerisch und wolkig werden. Deshalb empfehle ich die Nordküste eher in den Sommermonaten als Basis.

Die perfekte Unterkunft gibt es nicht. Es kommt komplett darauf an, wie ihr eure Reise gestalten möchtet.

Unterschätzt die Fahrtzeiten nicht

Das ist wahrscheinlich der häufigste Fehler bei der Madeira Reiseplanung.

Auf der Karte wirkt Madeira klein, aber Fahrten dauern oft deutlich länger als erwartet. Die Straßen sind kurvig, steil und manchmal auch anstrengender zu fahren, als man denkt.

Deshalb empfehle ich immer, eure Tage nach Regionen zu planen statt jeden Tag quer über die Insel zu fahren. Zum Beispiel:

  • Westküste
  • Zentrales Bergland
  • Ostküste
  • Entspannter Tag in Funchal

So verbringt ihr deutlich weniger Zeit im Auto und könnt die Orte viel mehr genießen. Ich sehe oft Reiserouten, die Pico do Arieiro Sonnenaufgang, Fanal Forest, Seixal und Ponta de São Lourenço an einem einzigen Tag kombinieren wollen. Möglich? Vielleicht. Entspannt? Wahrscheinlich eher nicht.

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Lass Platz für spontane Momente

Eine Sache, die ich sowohl auf Reisen als auch beim Leben auf Madeira gelernt habe: Zu viel Planung funktioniert selten gut. Versucht nicht, schon vor der Anreise jede Stunde komplett durchzuplanen. Lasst Raum für spontane Stopps, Wetteränderungen oder einfach dafür, länger an einem Ort zu bleiben, der euch besonders gut gefällt.

Meine schönsten Tage auf Madeira waren oft gar nicht die mit den meisten Sehenswürdigkeiten. Es waren die Tage mit einem Kaffee am Meer, spontanen Badepausen oder Poncha in einer kleinen Bar mit Empfehlungen von Einheimischen.

Madeira ist eine Insel, die langsames Reisen belohnt. Hier holt sich niemand schnell einen Coffee to go. Man setzt sich hin. Man unterhält sich. Essen dauert länger. Man bekommt Tipps von Locals. Oft entstehen die schönsten Erinnerungen genau zwischen den geplanten Aktivitäten.


Wählt Wanderungen nach eurem Können, nicht nach Instagram

Social Media lässt manche Wanderungen wie absolute Pflichtstopps aussehen. Aber nicht jede bekannte Wanderung passt zu jedem Reisenden. PR1 zwischen Pico do Arieiro und Pico Ruivo ist wunderschön, aber auch körperlich anstrengend. Allein die vielen Treppen können einen kompletten Urlaub ruinieren, wenn man die Tour unterschätzt.

Gleichzeitig sind erfahrene Wanderer oft enttäuscht von überlaufenen Anfängerstrecken, weil sie Wanderungen nur wegen Instagram Bildern auswählen. Ein gutes Beispiel ist die PR6 Levada das 25 Fontes. Die Wanderung ist schön, aber eben auch extrem voll. Wenn ihr erfahrene Wanderer seid und eher Ruhe sucht, gefallen euch Alternativen wie PR6.4 oder PR6.5 wahrscheinlich deutlich besser. Ähnliche Landschaft, weniger Menschen und oft die schönere Erfahrung insgesamt.

Die beste Wanderung hängt immer davon ab, welche Art von Erlebnis ihr eigentlich sucht.

stairway to heaven

Versucht nicht alles zu sehen

Das ist wahrscheinlich der wichtigste Tipp überhaupt.

Auf Madeira gibt es so viel zu sehen, dass ihr unmöglich alles in einer Reise schaffen werdet. Und das ist völlig okay. Vielleicht verpasst ihr einen bekannten Aussichtspunkt, weil ihr länger beim Mittagessen mit Einheimischen sitzen bleibt. Vielleicht tauscht ihr einen geplanten Ausflug gegen einen weiteren Strandtag, weil das Wetter plötzlich perfekt ist. Oder ihr habt eine Woche Regen und müsst eure komplette Route spontan umstellen. Das gehört zu Madeira einfach dazu.

Das Wetter ändert sich schnell und die besten Reisen entstehen meistens dann, wenn man flexibel bleibt. Oft sind es am Ende sogar die unscheinbareren Orte, die einem am meisten in Erinnerung bleiben, weil sie genau die Ruhe geben, die man eigentlich gesucht hat. Wenn ihr Ideen für entspanntere Tage mit weniger Menschen und weniger Fahrerei sucht, schaut euch unbedingt meinen Blogpost über leichte Wanderungen rund um Funchal an. Perfekt für langsamere Urlaubstage ohne Stress und riesige Erwartungen.


Ich hoffe, diese Tipps helfen euch dabei, eure Madeira Reise entspannter zu planen. Und wenn ihr noch mehr Inspiration sucht oder Hilfe bei eurer Route braucht, schaut euch gerne meine Madeira Travel Guides an.

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