Wenn du nach Madeira reist, steht Wandern wahrscheinlich ganz oben auf deiner Liste. Und das macht absolut Sinn. Mit hunderten Trails über die ganze Insel verteilt ist Madeira eines der besten Wanderziele in Europa. Aber bei der Planung kommen immer die gleichen Fragen auf: Wie kommt man eigentlich zu den Wanderungen und noch wichtiger, wie kommt man bei One-Way-Trails wieder zurück?
Hier ist ein Überblick über die besten Transportmöglichkeiten, damit du deine Wandertage entspannt planen kannst.
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Mietwagen
Das ist mit Abstand die beliebteste Option und ehrlich gesagt auch die sinnvollste. Mit einem Auto bist du auf Madeira super flexibel unterwegs. Von Funchal erreichst du die meisten Wanderstarts in weniger als einer Stunde.
Der größte Vorteil ist die Flexibilität. Schlechte Sicht in den Bergen? Dann fährst du einfach auf die andere Seite der Insel. Kein Warten auf Busse, keine festen Zeiten, kein Stress.
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Natürlich gibt es auch Nachteile. Du musst einen Parkplatz finden und bei One-Way-Wanderungen irgendwie zurück zu deinem Auto kommen.

Parken an den Wanderwegen
Die gute Nachricht ist, dass die meisten Parkplätze noch kostenlos sind. Nur bei einigen Spots wie Pico do Arieiro oder Levada do Caldeirão Verde musst du bezahlen. Selbst bei sehr beliebten Orten wie Rabaçal ist das Parken aktuell noch gratis.
Das eigentliche Problem sind die Menschenmengen. Parkplätze bei São Lourenço, Pico do Arieiro, Rabaçal, Fanal oder Achada do Teixeira (Pico Ruivo) sind schnell voll. Danach wird es chaotisch. Autos parked entlang der Straße teilweise in fraglichen Spots, die eher für Geländewagen anstatt kleine Mietwagen gedacht sind.
Mein Tipp: Komm früh vor 9 Uhr oder am Nachmittag ab etwa 13 oder 14 Uhr. Es ist wirklich ein gutes Gefühl, am Nachmittag nach São Lourenço zu fahren, an den ganzen Autos vorbeizukommen und dann entspannt vorne zu parken.
Bei weniger bekannten Wanderungen ist es deutlich entspannter. Normalerweise gibt es kleine Parkplätze, aber selbst wenn sie voll sind, findet sich entlang der Straße normal immer etwas. Achte nur darauf, niemanden zu blockieren.
Rückweg bei one-way Wanderungen
Hier gibt es keine eine Lösung, es kommt immer auf den Trail an. Aber diese Optionen funktionieren meistens.
Zwei Autos sind die einfachste Lösung, wenn ihr in einer Gruppe unterwegs seid. Eins am Start, eins am Ziel.
Eine Rundwanderung ist oft auch möglich. Besonders im Rabaçal Gebiet lassen sich die verschiedenen PR 6 Trails gut kombinieren. Eine meiner Lieblingskombis ist PR3 und PR4 (Details in meinem Blog hier). Ich liebe Loop-hikes :)



Taxi oder Bolt funktionieren teilweise. Außerhalb von Funchal ist Bolt oft nicht verfügbar, daher sind Taxis die bessere Wahl. Frag am besten in einem Café nach einer Nummer. Beim Pico do Arieiro zu Pico Ruivo Trail kannst du zum Beispiel oben bei der Hütte ein Taxi organisieren, das dich unten am Parkplatz abholt.
Trampen funktioniert auf Madeira tatsächlich überraschend gut, vor allem in touristischen Gegenden. Oft gibt es nur eine Straße und alle fahren in die gleiche Richtung. Ich habe selbst schon mehrere Male gute Erfahrungen gemacht, zum Beispiel in Fanal vom Vereda do Fanal zurück oder am Pico do Arieiro. Natürlich immer mit gesundem Menschenverstand.
Öffentliche Verkehrsmittel
Ganz ehrlich, hier gibt es noch viel Luft nach oben. Vor allem im Sommer werden die Straßen voll, da wären bessere Busverbindungen wirklich hilfreich. Das Problem ist, dass Busse außerhalb von Funchal selten fahren und die Fahrpläne schwer zu verstehen sind.
In Funchal fährt Horários do Funchal und viele Verbindungen sind auf Google Maps sichtbar. Es gibt auch einen Bus zum Pico do Arieiro (Details in meinem Blog hier)



Außerhalb von Funchal fahren Anbieter wie SIGA oder Rodoeste mit PDF-Fahrplänen. Busse fahren oft nur wenige Male am Tag. One-Way-Wanderungen sind aber trotzdem oft möglich. Hier ist mein Guide zu Wanderungen per bus: https://your-madeira.com/2026/01/11/madeira-hiking-trails-by-bus/ https://your-madeira.com/2026/01/11/madeira-hiking-trails-by-bus/
Die meisten erreichbaren Wanderungen liegen im Südosten nahe Funchal. Der Norden und Westen sind schwer erreichbar - die Busfahrt einfach sind schon mehrere Stunden. Orte wie Paul da Serra sind gar nicht mit dem Bus erreichbar. Wenn du Bus fährst, nimm Bargeld mit und hab etwas Geduld. Die Preise sind günstig, meist zwischen 2 und 3 Euro.
Geführte Touren und Transfers
Wenn du nicht selbst fahren möchtest und keine Lust auf Busplanung hast, sind geführte Touren oder Transfers eine gute Option.
Sie sind unkompliziert und besonders praktisch für One-Way-Wanderungen. Beliebt ist zum Beispiel Vereda do Larano nach Machico. Auch Rabacal ist ein gutes Ziel, weil man es mit den Öffis nicht erreicht, aber die Wanderwege vor Ort gut ausgebaut und leicht zu finden sind.
Eine Sache zu beachten bei den Transfers ist, dass viele Anbieter die PR Reservierungen nicht inkludieren. Du musst deine Wanderungen auf Simplifica selber online buchen. Achte auch darauf, dass du deine Rückfahrzeiten nach Funchal nicht verpasst. Wenn du planst Transfer Anbieter zu nutzen, ist es am einfachsten in Funchal zu wohnen, da die meisten Touren dort starten.

Mein Fazit?
Für mich ist ein Mietwagen immer noch die beste Option. Du bist flexibel und kannst die Insel in deinem eigenen Tempo entdecken. Die Straßen sind teilweise steil und eng, aber mit etwas Erfahrung gut machbar.
Ich hoffe, das hilft bei der Planung! Und wenn du dich nicht entscheiden kannst, welche Wanderungen du auf Madeira machen möchtest, hole dir meinen PR Trails Wanderführer - die besten Wanderungen, ausgewählt und kategorisiert (inklusive Bus-Informationen).

